Hashimoto - Thyreoiditis

 

Autoimmunerkrankung der Schilddrüse oder Autoimmunthyreoiditis 

Die Zahl der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Bei der Schilddrüsenunterfunktion ist in mehr als 50 % eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (= Autoimmunthyreoiditis) die Ursache. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis zerstört Ihr Körper die Schilddrüse durch Bildung von Autoantikörpern. Autoantikörper sind Antikörper, die sich gegen körpereigenes Gewebe wenden und dieses zerstören. Überwiegend besteht hierdurch eine Stoffwechsellage mit Schilddrüsenunterfunktion, die mit den nachfolgenden Symptomen einher gehen kann. 

Häufige Symptome der Schilddrüsenunterfunktion:

  • Müdigkeit
  • Verstopfung
  • Vermehrtes Frieren (überempfindlich gegen Kälte), oft mit niedriger Körpertemperatur, aber auch Nachtschweiß und Hitzewallungen
  • hohes Schlafbedürfnis
  • Gewichtszunahme, trotz geringer Kalorienzufuhr
  • Depressionen
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • chronische Verdauungsstörungen (z.B. durch zu wenig Magensäure)
  • trockene Haut und Haare;
  • Haarausfall
  • starke Ausdünnung/Verlust des äußeren Drittels der Augenbrauen
  • niedriger Blutdruck

 

Es kommt teilweise aber auch zu Phasen der Überfunktion der Schilddrüse bei Hashimoto-Thyreoiditis, weil das zerstörte Gewebe schubweise vermehrt Schilddrüsenhormone freisetzt.

Dann können auch folgende Symptome auftreten:

  • Unruhe
  • Nervosität
  • emotionaler Stress
  • Innerliches Zittern
  • Ruhepuls erhöht
  • Herzrasen
  • Nachtschweiß
  • Schlafstörungen
  • Teilweise erschwerte Gewichtszunahme  


Ursachen der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse 

Als Ursache für die Entstehung der Autoimmunthyreoiditis werden verschiedenen Erklärungsansätze diskutiert:

  • genetische Disposition (Veranlagung), die aber den starken Anstieg der Erkrankungen in den letzten Jahren nicht erklärt
  • Stress
  • Leaky gut (Störung der immunologischen Darmbarriere mit Belastung des Immunsystems)
  • Schwermetallbelastung der Schilddrüse
  • chronische Belastung des Immunsystem durch Viruserkrankung (z.B. Herpes simplex, Ebstein-Barr-Virus etc.)

In der Vergangenheit wurde auch immer wieder eine erhöhte Jodzufuhr als mögliche Ursache angeführt. Neueste Forschungsergebnisse zeigen aber einen ganz anderen Zusammenhang zwischen Jod und Hashimoto-Thyreoiditis auf:

Jod erhöht in der Schilddrüse die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Dabei ensteht oxidativer Stress (das heißt freie Sauerstoffradikale), der im Schilddrüsengewebe Entzündung auslösen kann. Um diesen aggressiven oxidati ven Stress unschädlich zu machen, besitzt die Schilddrüse ein Enzym, die Glutathionperoxidase. Dieses Enzym arbeitet aber nur ausreichend, wenn genug Selen zur Verfügung steht. Deutschland ist jedoch ein Selen-Mangelgebiet, so das viele Menschen unterversorgt sind. Nach bisherigen Studien kann man davon ausgehen, dass ein erhöhtes Auftreten neuer Erkrankungen an Hashimoto-Thyreoiditis nach Jodsubstitution bei einer ausreichenden Selenversorgung nicht auftritt.  

 

Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis

Bei der Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis werden zwei Ansätze verfolgt:

Auf der einen Seite werden die Folgesymptome der Erkrankung behandelt, auf der anderen Seite gilt es, die Ursachen für Störung des Immunsystems zu identifizieren und, wenn möglich, zu eliminieren sowie ein Fortschreiten der Entzündung einzudämmen.

  • Regulierung des Immunsystems
  • Darmsanierung zur Stärkung des Immunsystems
  • Mikronährstofftherapie (Verordnung antientzündlicher Präparate, Ausgleich von Nährstoffmängel)
  • Antientzündliche Diät

 

Bitte beachten Sie:

Die hier aufgeführten Informationen dienen dazu, Ihnen diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen. Die genannten Effekte hängen von vielen Faktoren ab und können von Patient zu Patient variieren. Ein Erfolg der Behandlung kann nicht versprochen werden. Dies ist bei allen medizinischen Behandlungen so, unabhängig, ob diese eine klassische schulmedizinische oder eine naturheilkundliche Behandlung ist.

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