Jodmangel

 

Weitverbreitet – der Jodmangel!  

Ein Drittel der bundesdeutschen Bevölkerung ist laut Studien mit Jod unterversorgt.

Jod ist in seiner Gesamtwirkung auf den Organismus lange Zeit verkannt und unterschätzt worden. Jod wird nicht nur dringend von der Schilddrüse benötigt. Auch andere Organe wie das Gehirn, die Brust, die Eierstöcke, die Prostata sind auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen. 

Interessant zu wissen: Japaner nehmen  bis zu 15 mg Jod! mit ihrer täglichen Ernährung auf, während man bei uns nur die geringe Menge von 180-200 µg täglich empfiehlt.

Welche Folgen kann ein Jodmangel haben?

  • Struma (nodosa) = Kropf = Vergrößerung der Schilddrüse (mit Knoten)
  • Eierstockzysten
  • Infektanfälligkeit
  • Hypothyreose (= Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Fibrozystische Mastopathie (= Verhärtung des Brustdrüsengewebes mit Zystenbildung)
  • Mundtrockenheit
  • Trockene Augen
  • Niedrige Körpertemperatur (häufiges Frieren)
  • Erschöpfung/Müdigkeit
  • IQ-Verlust
  • Konzentrationsstörungen
  • ADHS
  • Übergewicht (= kein Ansprechen auf Diäten)
  • Brustkrebs
  • Prostatavergrößerung
  • Frühgeburt oder Fehlgeburt
  • Infertilität (= Fruchtbarkeitsstörungen)
  • geringerer Intelligenzquotient des Kindes (denn: Jodmangel in der Schwangerschaft kann laut des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner zu einem geringeren Intelligenzquotienten beim Kind führen)
  • Depression nach der Geburt (= postnatale Depression)
  • Migräne oder Kopfschmerzen

 

Jod schützt auch vor radioaktiver Strahlung, denn es blockiert die Aufnahme von radioaktivem Jod in den Körper, welches durch Kernkraftwerke entstehen kann. Belgien plant daher, seine Einwohner, die im Umkreis von 100 km um ein Atomkraftwerk leben, mit Jodtabletten zu versorgen.

Noch ein Wort zu Jod und Hashimoto-Thyreoiditis: In der Vergangenheit wurde eine erhöhte Jodzufuhr als mögliche Ursache für Hashimoto-Thyreoiditis vermutet.

Neueste Forschungsergebnisse zeigen aber einen ganz anderen Zusammenhang zwischen Jod und Hashimoto-Thyreoiditis auf: Jod erhöht in der Schilddrüse die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Dabei ensteht oxidativer Stress (das heißt: freie Sauerstoffradikale), der im Schilddrüsengewebe Entzündung auslösen kann. Um diesen aggressiven oxidativen Stress unschädlich zu machen, besitzt die Schilddrüse ein Enzym, die Glutathionperoxidase. Dieses Enzym arbeitet aber nur ausreichend, wenn genug Selen zur Verfügung steht. Deutschland ist jedoch ein Selen-Mangelgebiet, so das viele Menschen unterversorgt sind. Nach bisherigen Studien kann man davon ausgehen, dass ein erhöhtes Auftreten neuer Erkrankungen an Hashimoto-Thyreoiditis nach Jodsubstitution bei einer ausreichenden Selenversorgung nicht auftritt.

 

Wer ist gefährdet an Jodmangel zu leiden?

JEDER! Besonders, aber:

  • Schwangere
  • Stillende
  • Kinder
  • Vegetarier / Veganer
  • Patienten, die L-Thyroxin (Schilddrüsenhormone) einnehmen
  • Menschen mit viel Fluorid zu sich genommen haben. Fluorid blockiert die Aufnahme von Jod an den Jodrezeptoren (Fluorid ist enthalten in Zahnpasta, z.T. in Speisesalz oder Trinkwasser).

 

Wofür ist Jod wichtig?

  • Bildung von Schilddrüsenhormonen
  • Bildung von Geschlechtshormonen
  • Bildung von Neurotransmittern (= Hirnbotenstoffen)
  • Hirnreifung von Fötus/Neugeborenen
  • Entgiftung toxischer Metalle (z. B. Schwermetalle wie Quecksilber, Blei)
  • Keimabwehr (Abwehr von Bakterien etc.)
  • Regulation von Zellwachstum und Zellteilung
  • Tumorabwehr durch Einleitung der Apoptose (= Zelltod der Krebszelle))
  • Immunstimulation (= stimuliert das Immunsystem)
  • Elimination freier Radikaler (= aggressive Sauerstoffmoleküle), die die Zellen schädigen und ein wichtiger Faktor für vorzeitige Alterung und Degeneration sind

 

Diagnose und Therapie

Die genaueste Methode Jod zu messen, ist eine Urinanalyse. Besonders genau ist ein 24- Stunden-Sammelurin.

In Abhängigkeit vom Ergebnis wird dann eine Therapie mit speziellen Jodmedikamenten durchgeführt und auch wichtige, zusätzlich werden notwendige Mikronährstoffe substituiert, damit Jod optimal vom Körper verwertet werden kann.

  

Bitte beachten Sie:
Die hier aufgeführten Informationen dienen dazu, Ihnen diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen. Die genannten Effekte hängen von vielen Faktoren ab und können von Patient zu Patient variieren. Ein Erfolg der Behandlung kann nicht versprochen werden. Dies ist bei allen medizinischen Behandlungen so, unabhängig, ob diese eine klassische schulmedizinische oder eine naturheilkundliche Behandlung ist.

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