Stoffwechselstörung HPU - Was ist HPU?

 

HPU (=Hämopyrrollaktamurie) ist eine in der Regel angeborene Stoffwechselstörung, die zunächst erst einmal keine Krankheit darstellt. Bei der HPU wird ein wichtiges Molekül des Körpers, das Häm, fehlerhaft und in zu geringer Menge hergestellt.

Bei HPU kommt es im Verlauf, insbesondere bei länger anhaltenden Stressphasen, zu hochgradigen Defiziten an verschiedenen lebensnotwendigen Mikronährstoffen, die für eine große Zahl an Stoffwechselvorgängen im Körper unbedingt benötigt werden.

Je nachdem, bei welchen Stoffwechselprozessen die Betroffenen genetisch bedingt ihre Schwachstellen haben, können sich verschiedene Symptome im Laufe des Lebens manifestieren. In der Regel treten daher bei den Patienten nicht alle der möglichen, vorkommenden Symptome gemeinsam auf.  

Welche körperlichen Störungen können bei der HPU auftreten?

Folgende Symptome können einzeln, aber auch kombiniert auftreten:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Verringerte Stressbelastbarkeit
  • vermehrte Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken
  • Störungen des Immunsystems (z.B. erhöhte Infektanfälligkeit, Allergien)
  • Depressionen
  • Müdigkeit/ leicht Erschöpfbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • ADHS (=Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung)
  • Schlafstörungen
  • Hautausschläge
  • Störungen der Fruchtbarkeit, Schwangerschaft oder der Menstruation
  • Östrogendominanz
  • Haarausfall
  • Niedriger Blutdruck
  • Unterzuckerung oder Überzuckerung, später auch Diabetes Typ 2
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Bindegewebsschwäche.
  • Überdehnbarkeit der Gelenke
  • Bandscheibenvorfälle bereits in jungen Jahren
  • Schlechte körpereigene Entgiftung
  • Wiederkehrende Blasenentzündungen und Scheideninfektionen                                                 

Wer ist von HPU betroffen?

Ca. 10% der Frauen und ca. 1 % der Männer sind betroffen. Unter chronisch kranken Patienten ist der Prozentsatz nach Ansicht von Fachleuten deutlich höher.

Wann wird eine HPU als Erkrankung spürbar?

HPU kann in jedem Lebensalter symptomatisch werden, die Symptome nehmen in Anzahl und Ausprägung aber in der Regel mit dem Alter zu! Häufig sind länger anhaltende Phasen mit hoher Belastung auslösendes Ereignis für spürbare Sypmtome durch HPU. Verläuft Ihr Leben stressfrei und sind Sie nur in geringem Ausmaß Umweltgiften ausgesetzt, so bleibt die angeborene Stoffwechselstörung HPU teilweise auch ohne einschränkende Auswirkungen.

Auslösende Faktoren einer HPU-Symptomatik können z. B.  sein:

  • Anhaltender Stress (körperliche und/oder seelische Belastungen, Prüfungssituationen etc.)
  • Schwermetallbelastung (z. B. durch Amalgam)
  • Einnahme der Antibabypille
  • Entschlackungsdiäten, Fasten
  • Pfeiffersches Drüsenfieber (Ebstein-Barr-Infektion)
  • Hormonelle Umstellungen des Körpers  (Erstmaliges Einsetzen der Regelblutung, Schwangerschaft, Geburt) 

 

Wie wird HPU diagnostiziert?

HPU wird durch einen 24 Stunden-Sammelurin-Test nachgewiesen, der in einem Speziallabor ausgewertet wird.

Zusätzlich können auch durch die Krankheit entstandene Mikronährstoffmängel durch spezielle Laboruntersuchungen nachgewiesen werden.  

 

Wie stellt sich die Therapie der HPU dar?

Das Ausgleichen der angeborenen Stoffwechselstörung HPU erfolgt mit den Mikronährstoffen, die dem Körper aufgrund der Erkrankung fehlen. Die Mikronährstoffe werden in Form von gut verträglichen Kapseln/Tabletten verabreicht.

Die Therapie orientiert sich dabei immer an den individuellen Beschwerden des Patienten, die durch die Stoffwechselstörung HPU auftreten. Diese können von Patient zu Patient deutlich variieren, so dass auch die Therapie immer individuell angepasst werden muss. 

 

 

 

Empfohlene Literatur für Patienten

 

 

 

 

 

 

 

„Stoffwechselstörung HPU. Diagnose, Vitalstoffe und Entgiftung bei Hämopyrrollaktamurie“, VAK Verlag 2014, ISBN 978-3-86731-152-6

 

Bitte beachten Sie:
Die hier aufgeführten Informationen dienen dazu, Ihnen diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen. Die genannten Effekte hängen von vielen Faktoren ab und können von Patient zu Patient variieren. Ein Erfolg der Behandlung kann nicht versprochen werden. Dies ist bei allen medizinischen Behandlungen so, unabhängig, ob diese eine klassische schulmedizinische oder eine naturheilkundliche Behandlung ist.

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