Klinische Mitochondrien- und Umweltmedizin

 

WARUM SIND INTAKTE MITOCHONDRIEN FÜR UNSERE GESUNDHEIT SO WICHTIG?

Mitochondrien befinden sich in jeder Körperzelle und liefern die notwendige Energie für alle Stoffwechselprozesse. Sie sind also die Kraftwerke der Zellen und erhalten diese somit am Leben. 

Gesunde Mitochondrien verhelfen jedem Organ unseres Körpers, aber auch dem Bewegungsapparat, zu optimaler Leistungsfähigkeit. Geschädigte Mitochondrien dagegen liefern zu wenig Energie, so dass die Körperzelle ihre Arbeit nur noch unzureichend durchführen kann.


Ein anschauliches Beispiel für die Notwendigkeit intakter Mitochondrien sind die Nervenzellen unseres Gehirns: Stehen den Zellen durch gesunde Mitochondrien ausreichend Energie zur Verfügung, sind sie in der Lage, optimal zu arbeiten. Das kann sich zum Beispiel darin zeigen, dass wir in der Lage sind, uns gut und anhaltend zu konzentrieren und unser Gedächtnis gut funktioniert. Sind die Mitochondrien dagegen geschädigt, kommt es zu nachlassender Hirnaktivität. Bei starker Schädigung aller Mitochondrien einer Zelle wird dann nicht mehr genug Energie produziert, um die Hirnzelle am Leben zu erhalten. die Zelle stirbt. Der Hirnabbauprozess beginnt...

Für jede Körperzelle sind funktionierende Mitochondrien wichtig: Eine Leberzelle mit geschädigten Mitochondrien entgiftet langsamer, eine Muskelzelle bringt weniger Leistung bei Bewegung, die Hautzelle altert schneller.

 

Gesunde Mitochondrien haben aber auch noch eine andere wichtige Funktion: Sie können den natürlichen Zelltod (= Apoptose) rechtzeitig einleiten, wenn es dem Körper dient, zum Beispiel, wenn eine Zelle sich in eine Krebszelle umwandelt. Bei Schädigung der Mitochondrien kann diese Eigenschaft verloren gehen. Die Folge: Tumorzellen überleben und können sich vermehren.  

 

Worauf basiert die Mitochondrienmedizin?

Grundlage der Mitochondrienmedizin  ist die Biochemie (= Lehre der chemischen Vorgänge unseres Körpers). Das bedeutet, mitochondrale Funktionsstörungen (auch sekundäre Mitochondropathien genannt) lassen sich durch Blutuntersuchungen nachweisen. Defizite in der Energiegewinnung sind also messbar und somit objektivierbar.

Aufgrund Bedeutung der Mitochondrien für die Gesundheit unseres gesamten Körpers, gibt es bereits eine große Anzahl medizinischer Studien zu diesem Thema, die die grundlegende Bedeutung dieser Zellbestandteile für unsere Gesundheit belegen und die Wirksamkeit der Mitochondrienmedizin belegen. 

 

Welche schädigenden Ursachen können eine Mitochondrienmedizin notwendig machen?

Die nachfolgend aufgeführten Faktoren können die Mitochondrien nachhaltig beeinträchtigen. Die Mitochondrien in unserem Körper erneuern sich zwar ständig, doch entstandene Schäden werden an die neu entstehenden Mitochondrien weitergegeben. 

Ist eine größere Anzahl an Mitochondrien nachhaltig beeinträchtigt, lässt die körperliche Energie nach. Die Mitochondrienmedizin sorgt dann für eine Regeneration der Zellkraftwerke.

 

Bei welchen Erkrankungen kann eine Therapie mit der Mitochondrienmedizin sinnvoll sein?

Da Mitochondrienfunktionsstörungen fast alle Körperzellen betreffen können, gibt es eine große Anzahl körperlicher Funktionsstörungen in denen die Mitochondrienmedizin von Bedeutung sein kann Aber auch die vorzeitige Alterung (= degenerative Erkrankungen), kann auf der Basis geschädigter Mitochondrien entstehen.

Einige Beispiele:

 

Wie kann eine Funktionsstörung der Mitochondrien im Rahmen der Mitochondrienmedizin nachgewiesen werden?

Häufig lässt sich schon anhand der Beschwerden und der Vorgeschichte des Patienten im Rahmen der ausführlichen Anamnese ein konkreter Verdacht auf eine sekundäre (= erworbene) Mitochondropathie äußern.

Mittlerweile existieren in der Mitochondrienmedizin Laboruntersuchungen mit denen sich die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien messen lässt. Auch die Anzahl der geschädigten Mitochondrien im Vergleich zu den gesunden lässt sich inzwischen nachweisen, so dass sowohl das Ausmass der Schädigung, als auch die Prognose für die mögliche Regeneration abgeschätzt werden kann.

 

Wie gestaltet sich die Therapie im Rahmen der Mitochondrienmedizin?

Mitochondrienmedizin ist Ursachenmedizin! Daher gilt es zunächst, die schädigenden Faktoren für die nachlassende Funktion der Mitochondrien aufzudecken – und diese sind von Patient zu Patient individuell verschieden.

Ziel der Mitochondrienmedizin ist einerseits die Regeneration der Mitochondrien (Verbesserung der Energiegewinnung), soweit dies möglich ist, sowie andererseits die Vermeidung eines fortschreitenden Funktionsverlustes.

Die Mitochondrienmedizin umfasst mehrere Säulen:

  • Mikronährstoffe
  • gezielte Ernährungsveränderungen
  • körperliche Aktivität an frischer Luft
  • Darmsanierung
  • Entgiftungen (Reduktion der chemischen Belastungen des Körpers), Schwermetallausleitung
  • Verbesserung der Nachtschlafqualität
  • Stressreduktion  

Langfristig kann so eine, auch nach außen sichtbare, Erholung des Patienten erreicht werden. Je nach vorherigem Krankheitsstadium und Zerstörungsgrad der Gewebe, wird durch die Therapie eine deutliche Verbesserung der Symptome erzielt und die Regeneration der geschädigten Mitochondrien aufgebaut.

 


Wichtig zu wissen: Mitochondrale Funktionsstörungen sind Folge chronischer Prozesse, die in der Regel eine lange Vorlaufzeit haben, bevor sie spürbar werden! Die Therapie langwieriger, chronischer Erkrankungen braucht Zeit. Kurzfristige Erfolge innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen, wie bei Therapieformen, die mit Symptomunterdrückung arbeiten, die Ursachenbehandlung aber außer Acht lassen, kommen vor, häufiger brauchen aber chronische Erkrankungen eine längere Behandlungszeit als akute Erkrankungen, bis sich eine Besserung einstellt. 


Bitte beachten Sie:
Die hier aufgeführten Informationen dienen dazu, Ihnen diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen. Die genannten Effekte hängen von vielen Faktoren ab und können von Patient zu Patient variieren. Ein Erfolg der Behandlung kann nicht versprochen werden. Dies ist bei allen medizinischen Behandlungen so, unabhängig, ob diese eine klassische schulmedizinische oder eine alternativmedizinische Behandlung ist.

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